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Die Bürgschaftsbank
vergibt Bürgschaften an sozial orientierte Projekte, die mangels
ausreichender eigener Sicherheiten bei "normalen" Banken nicht
kreditfähig wären. Sie übernimmt das Risiko eines Kreditausfalls.
Die Analyse dieses Fallbeispiels zeigt, dass Vorsorgendes Wirtschaften
im Kern der Marktökonomie (hier Finanzmarkt) möglich und wirksam
ist, und Vorsorgendes Wirtschaften nicht in "Nischen" stattfindet.
Dazu sind allerdings entsprechend veränderte Institutionen nötig.
Die Praxis der Bürgschaftsbank zeichnet sich aus durch Kooperation
mit den Akteuren der geförderten Projekte, ohne dass die Bank eine
Gegenleistung dafür erhält, sowie durch unter dem Marktzins
liegenden Krediten, dank der Einlage von Wohlfahrtsverbänden. Wirtschaftlichkeit
erschöpft sich in der Bürgschaftsbank keineswegs im Zweck des
Geldverdienens. Geld wird zum Mittel, um wirtschaftliche Ziele, nämlich
den Aufbau und den Betrieb von sozialen Projekten, zu ermöglichen.
siehe auch: Biesecker und Hofmeister (2000), In: Biesecker et al.: Vorsorgendes
Wirtschaften, S. 86-93.
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